Archive for the ‘Shorties’ Category

Beobachtungen

15. Februar 2011

Da sitzt ’ne Blonde mit ’ner Tasche,
in der einen Hand ’ne Flasche,
in der ander’n ’ne Banane,
die isst sie g’rade.

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Deutschland, 2030

1. März 2010

„Guten Morgen, Frau Seidel!“

„Morgen!“

„Was kann ich für Sie tun?“

„Ich bräuchte Hefe…“

„Tut mir leid, die drei Päckchen, die wir heute früh besorgen konnten, sind schon weg. Ich hätte aber noch zwei Pakete Fertigmischung da…“

„Oh nee, Frau Langer, lassen Sie mal. Da ist mein Haushaltsgeld für die ganze Woche schon weg.“
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Gejagt

21. Januar 2010

Endlich! Ich hab’s geschafft! Endlich wieder zuhause… Mein Gott, wie lange ich wohl fort war? Wie lange mag es her sein, dass ich Karen und Dennis zuletzt gesehen habe? Ich weiß es nicht. Nur eines: Es ist nicht mehr als eine ferne Erinnerung, ein Gefühl. Das Gefühl, hierher zu gehören, dringend hierher zurückkommen zu müssen.

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Ode an die Kochsendung

3. Januar 2010

Brennt Lafer wieder Lichter-loh,
streicht Henssler über Polettos Po,
wenn Schuhbeck keine Witze macht,
dann ist wieder „Küchenschlacht“.

Fiel mir so ganz nebenbei ein.

Gerissen

9. November 2009

Hm? Wie? Was??

Achso… Er ist da. Na, dann wollen wir mal… Brrr, verflixt kalt ist das.

Ey, hör auf zu kratzen! Mach das zärtlicher!
Wie denn, was denn? Schon fertig ?!? Nein, das reicht nicht! Herrje, ich bin zwar fast blind, aber was macht das schon… Vollidiot!

Hey, hey, nicht so hektisch! Bin doch kein Frühstarter!

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Verloren

27. Oktober 2009

Es war früh am Morgen, als ich von einem Hämmern an der Tür und dem Geheul der Sirenen geweckt wurde. Ich schreckte hoch und schaltete schon reflexartig auf meinem Weg zur Tür den Fernseher an. Niemand stand vor der Tür, aber eine Horde Menschen trapste hektisch die Treppe herunter. Das Trampeln kam bedrohlich näher. Es machte mir Angst.

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Survivor

20. Oktober 2009

Links, links, links, links und nochmal links, links, links, links-rechts. Deckung.

„Two worlds collide, rival nations.
It’s a primitive clash, venting years of frustration „

Wie oft hatte Gustavo das schon gehört. Bestimmt dreihundert, vierhundert Male. Diesen Song aus Rocky 3. Was hatte seinen Trainer nur dazu getrieben? Ausgerechnet dieses Ding! Die anderen elf vorher – okay. Auch wenn „Eye Of The Tiger“ auch schon genervt hatte. Auch ein Rocky-Titel.

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Eins

8. Oktober 2009

Frau

1

Frau

2

Frau Mama

3
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Schuldig

16. September 2009

Nun komm doch endlich! Komm raus, zeig Dich endlich! Wie lange soll das denn noch dauern?

Nur nicht ungeduldig werden! Eigentlich habe ich ja Zeit genug. Wenn ich etwas habe, dann Zeit. Ich habe so lange gewartet – was machen da schon diese paar Minuten aus?

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Falsch

25. August 2009

Irgend etwas lief falsch. Aber was war es? Ich konnte es mir nicht erklären. Es war doch alles so wunderbar! Ich war glücklich. Ich war glücklich! Überglücklich sogar! Und trotzdem war irgendwo tief in mir drin dieses unbestimmte Gefühl, dass etwas falsch war. Was sollte das? Sollte ich etwa nie glücklich werden?

Sie war so wunderbar! So liebevoll, zärtlich, einfühlsam. Ich sollte glücklich sein. Aber irgend etwas in mir drin sagte: Da läuft was falsch. Ich verstand die Welt nicht mehr. Wir waren jetzt seit sechs Wochen zusammen. Sie passte zu mir wie die Faust aufs Auge, wie Arsch auf Eimer. Wenn ich einen Gedanken hatte, sprach sie ihn aus. Wenn ich Lust hatte, ging sie mir an die Wäsche. Brauchte ich etwas Zeit für mich, hatte sie etwas vor. Es gab nichts, was mich an ihr störte, und vielleicht war es genau das. Diese absolute Reibungslosigkeit.

Eine Ahnung davon, was nicht stimmte, bekam ich, als ich abends auf dem Heimweg noch bei meiner Bank vorbeiging, um Geld vom Automaten abzuheben. Ich fand meine EC-Karte nicht im Portemonnaie. Meine feste Überzeugung, dass ich sie nicht zuhause liegen gelassen hatte, bestätigte sich, als ich die Tür aufschloss und begriff, dass der gemütliche Fernsehabend ausfallen musste, weil der Flachbildfernseher schlicht nicht mehr da war. Wie der Festplattenrekorder. Und so einige andere Dinge. Doch was an dieser Beziehung falsch gewesen war, wollte ich erst einsehen, als ich ihre Erdgeschosswohnung, durch das Wohnzimmerfenster blickend, besenrein und leer vorfand.

Ich sah sie nur noch einmal wieder. Bei ihrer Verhandlung. Sie auf der Anklagebank neben ihren vier Komplizen, ich als Zeuge und Geschädigter. Immerhin: Sie bekam viereinhalb Jahre und ich mein Notebook wieder, das sie nicht schnell genug verkaufen konnten. Dummerweise erst, nachdem sie den Festplatteninhalt samt darauf befindlichem Geschäftsgeheimnis nach Vietnam verkauft hatten. Wenigstens war ich so wieder in der Lage, mir mithilfe des Notebooks einen neuen Job zu suchen. Und eine neue Freundin.