Mein EM-Tipp

Heute geht’s los mit der EM. Auch ich kann mich dessen nicht erwehren und gebe daher mal meine Tipps ab. Mal sehen, ob ich vom Fußball mehr Ahnung habe als vom Eurovision Song Contest… ^.^

Aber ich kann meinen Europameister-Tipp ja schon mal vorweg nehmen. Es ist – Trommelwirbel : Die Niederlande !

Nun aber zum Spielplan…

Gruppe A

1) Polen – Griechenland 2:1
2) Russland – Tschechische Republik 1:0

Bei Gastgeber Polen dürften drei Spieler auflaufen, die mit Borussia Dortmund Meister und Pokalsieger wurden: Jakub Błaszczykowski, Łukasz Piszczek und Robert Lewandowski. Die Polen sind so etwas wie die kleine Unbekannte. Anfang des Jahres gab es für den Mitausrichter ein 0:0 gegen Portugal, zuletzt gegen Lettland und die Slowakei jeweils ein 1:0 und zum Abschluss der Vorbereitung ein lockeres 4:0 gegen Fußballzwerg Andorra. Gegner Griechenland qualifizierte sich in einer leichteren Gruppe ohne Niederlage für die EM. Gerade drei Tests gab es für sie in diesem Jahr, und sie blieben ungeschlagen. Aber Polen dürfte dank Heimvorteils leicht die Nase vorn haben. Russland schlug das vom Wettskandal gebeutelte Italien mit 3:0, tat sich beim 0:0 gegen Litauen aber schwer. Aber die Qualifikation schafften sie relativ souverän, sieht man von verpatztem Start und zwei torlosen Remis gegen Armenien und Irland ab. Gegner Tschechien verlor den letzten Test gegen Ungarn zuhause mit 1:2 und konnte in diesem Jahr nur Israel schlagen. Hinter Spanien kamen sie mit 11 Punkten Rückstand auf Platz zwei und setzten sich letztlich in den Playoffs zweimal gegen die starken Montenegriner durch, die die EM-Qualifikation gegen England nur recht knapp verpassten.

3) Griechenland – Tschechische Republik 1:1
4) Polen – Russland 0:0
5) Tschechische Republik – Polen 0:1
6) Griechenland – Russland 0:2

Tabelle:

Pl. Team Pkt. Tore.
1. Russland 7 3:0
2. Polen 7 3:1
3. Tschechische Republik 1 0:2
4. Griechenland 1 1:4

Gruppe B

1) Niederlande – Dänemark 3:0
2) Deutschland – Portugal 1:1

Unsere Gruppe. Eine Todesgruppe, vor allem von den Ansetzungen her. Auch wenn sich Deutschland in der Qualifikation schadlos hielt, in den Vorbereitungsspielen hing die Mannschaft durch. Angefangen beim unsäglichen 3:5 in der Schweiz, in der die B-Nationalelf trotz der Deutschen Meister ohne die Bayern nie in den Verdacht geriet, das Spiel gewinnen zu können. Aber auch zuletzt beim 4:1 gegen Israel bekleckerte sich das Team von Jogi Löw nicht unbedingt mit Ruhm. Dazu die „Affäre Boateng“, deren Aufbauschen durch die Presse störend wirken dürfte – aber der Umstand, dass es überhaupt dazu kommen konnte, verrät einen wenig professionellen Umgang mit dem Turnier und dessen Bedeutung. Nach den durchaus als solche zu betrachtenden Erfolgen von 2006 bis 2010 droht die Mannschaft zumindest, diese EM als Selbstgänger zu betrachten – und sie ist alles, nur das nicht!
Auftaktgegner Portugal steckt ebenfalls in einer Minikrise. Die Südeuropäer mussten hinter Gruppengegner Dänemark in die Playoffs und hatten sogar im ersten Spiel Probleme mit Bosnien-Herzegowina, das sie im Rückspiel zuhause 6:2 schlugen. Aber: Island gestatteten sie in der Quali zuhause drei Tore und vergeigten beide Auswärtsspiele in Skandinavien, das letzte am letzten Spieltag in Dänemark, wo es um die direkte Qualifikation ging. Die Generalprobe vergeigten sie mit 1:3 gegen die Türkei und spielten vorher in Polen 0:0. Als Team versagen sie. Nur Cristiano Ronaldo kann eine Blamage beim Turnier vermeiden.
Die Niederlande hingegen gewannen neun ihrer zehn Spiele und verloren nur das bedeutungslose letzte Spiel in Schweden. In der Vorbereitung patzten sie nur beim 1:2 gegen Bulgarien, als Micanski vom FSV Frankfurt in der Nachspielzeit netzte. Gegen die Slowaken gab es dann aber ein 2:0. Dänemark qualifizierte sich doch ziemlich souverän mit einem Remis gegen Norwegen und einer Niederlage in Portugal. Zu unterschätzen sind sie nicht, obwohl sie Russland und Brasilien zuletzt unterlagen. Gegen Australien hingegen, den deutschesten Vorbereitungsgegner, siegten sie 2:0.

3) Dänemark – Portugal 2:1
4) Niederlande – Deutschland 2:1
5) Portugal – Niederlande 2:2
6) Dänemark – Deutschland 0:2

Tabelle:

Pl. Team Pkt. Tore.
1. Niederlande 6 5:1
2. Deutschland 4 4:3
3. Dänemark 3 2:6
3. Portugal 2 4:5

Gruppe C

1) Spanien – Italien 3:0
2) Irland – Kroatien 0:1

Acht Spiele, acht Siege – der Welt- und Europameister Spanien ist klarer Favorit in dieser eigentlich recht engen Gruppe. Auch die Vorbereitung schlossen sie mit drei Siegen ab. Auftaktgegner Italien hingegen geht durch ein Stahlbad: Nach niederlagenfreier Qualifikation gegen Estland, Serbien und Slowenien kam ausgerechnet in der Vorbereitung ein neuerlicher Wettskandal. Das Vorbereitungstrainingslager wurde durchsucht, gegen Spieler Domenico Criscito (FK Zenit St. Petersburg, Russland) Ermittlungen eingeleitet, woraufhin er aus dem EM-Kader flog. In der Quali sah man das auch: 0:1 gegen die USA, 0:3 gegen Russland, das Spiel gegen Aufbaugegner Luxemburg abgesagt. Nein, hinter den Alpen hat man andere Sorgen als die EM. Das dürfte sich auch beim Turnier zeigen.
Irland um Giovanni Trapattoni ist so ein wenig die Wundertüte: Man weiß nicht, was drinsteckt. Die direkte Quali vergeigten sie im drittletzten Spiel, als sie gegen den späteren Gruppensieger Russland nicht über ein 0:0 hinauskamen. Gegen Estland reichte in den Playoffs ein klarer Sieg und ein Unentschieden. In der Vorbereitung schonten sie sich nicht, spielten 1:1 gegen EM-Teilnehmer Tschechien und 1:0 gegen Playoff-Teilnehmer Bosnien-Herzegowina. Zuletzt gab es ein 0:0 gegen Ungarn, das zuvor Tschechien schlug. Aber: Es ist für Irland erst die zweite EM-Teilnahme nach drei WM-Turnieren, wo sie immerhin jeweils die Vorrunde überstanden – doch das ist auch schon 10 Jahre her…
Kroatien musste einige Rückschläge hinnehmen. Dazu gehört auch, dass für Bayer Ivica Olić und Hamburger Ivo Iličević das Turnier schon vor Beginn verletzungsbedingt vorbei ist. Qualifiziert haben sie sich als Gruppenzweiter hinter Griechenland und nach 3:0 und 0:0 gegen die Türkei. Die Vorbereitung haben sie sauber vergeigt: 1:3 gegen Schweden, 3:1 gegen Estland und 1:1 in Norwegen. Dennoch: Individuell dürften sie einen Tick stärker sein als Irland und könnten von italienischen Kapriolen profitieren.

3) Italien – Kroatien 2:2
4) Spanien – Irland 2:0
5) Kroatien – Spanien 0:1
6) Italien – Irland 1:0

Tabelle:

Pl. Team Pkt. Tore.
1. Spanien 9 6:0
2. Kroatien 4 3:3
3. Italien 4 3:5
4. Irland 0 0:4

Gruppe D

1) Frankreich – England 1:0
2) Ukraine – Schweden 1:2

Frankreich hatte großes Glück: Nur der Strafstoß von Samir Nasri zum 1:1 gegen Bosnien-Herzegowina am letzten Spieltag rettete den Franzosen mit dem dritten Remis den Sieg in der Gruppe. Die einzige Pleite kassierten sie im ersten Spiel gegen Weißrussland noch unter dem Eindruck der WM-Blamage in Südafrika. Auch wenn sie mit Island und Serbien keine starken Vorbereitungsgegner hatten, waren es doch die Franzosen, die der Elf von Jogi Löw im Februar die erste von zwei Niederlagen des Jahres 2012 beibrachten. Mit den Franzosen muss man rechnen. Ebenso mit den recht souveränen Engländern, bei denen allerdings die Trainerfrage für Unruhe sorgte: Nachdem der Verband über den Kopf von Fabio Capello hinweg John Terry aus dem Kader warf, nahm der nicht unumstrittene italienische Meistercoach seinen Hut. Roy Hodgson musste kurzfristig einspringen. Das macht’s nicht einfacher. Nachdem noch unter Capello eine 2:3-Heimpleite gegen die Niederlande kam, gewannen sie immerhin die beiden Vorbereitungsspiele gegen Norwegen und Belgien jeweils 1:0. Dafür müssen sie auf Jermaine Defoe kurzfristig verzichten.
Die Schweden schafften die Qualifikation als bester Gruppenzweiter direkt, drei Punkte hinter den Niederländern, denen sie die einzige Niederlage zufügten. Aber: Gegen Ungarn gab es eine von zwei Pleiten. In der Vorbereitung waren sie fleißig und gewannen alle vier Spiele dieses Jahres – gegen Bahrain, EM-Teilnehmer Kroatien, Island und Serbien. Als Außenseiter haben sie durchaus eine Chance. WM-Gastgeber Ukraine gehört im Gegensatz zu den Polen nicht unbedingt zu den Kandidaten für das Viertelfinale. Es dürfte vor dem Auftakt Nervosität herrschen, nachdem sie die letzten beiden Spiele verloren: 2:3 gegen Österreich (dabei trafen die Bremer Zlatko Junuzovic und Marko Arnautovic für die Österreicher, Oleg Gusyev zweimal für die Ukrainer) und 0:2 in der Türkei. Das 37-jährige Urgestein Andriy Shevchenko gehört zum alten Eisen, kommt über einen Bankplatz nicht mehr hinaus. Anders der Bayer Anatoly Tymoshchuk, der die Enttäuschung der drei zweiten Plätze mit sich herumträgt. Hoffentlich wird die EM für den nicht zum Depressionsauslöser…

3) Ukraine – Frankreich 1:3
4) Schweden – England 1:1
5) England – Ukraine 1:0
6) Schweden – Frankreich 2:2

Tabelle:

Pl. Team Pkt. Tore.
1. Frankreich 7 6:3
2. Schweden 5 5:4
3. England 4 2:2
4. Ukraine 0 2:6

Viertelfinale

1) Russland – Deutschland 1:3
2) Niederlande – Polen 3:1 n. V. (1:1)
3) Spanien – Schweden 4:0
4) Frankreich – Kroatien 6:5 n. E. (1:1, 1:1)

Im Viertelfinale gegen Russland ist Deutschland Favorit. Durch die Gruppenphase ist die Mannschaft gewarnt, wenn auch angeschlagen. Bei Niederlande und Polen trifft fußballerische Qualität auf Euphoriewelle. Die Holländer dürften damit durchaus ihre Probleme haben. Andererseits setzt sich Qualität am Ende meist durch. So wie auch beim Spiel zwischen Spanien und Schweden. Dafür fehlt’s den Skandinaviern dann doch, um die Fußballmaschine aus dem Süden zu gefährden. Frankreich könnte mit Kroatien Probleme bekommen. Spielerisch sind die Franzosen besser, aber die Kroaten können kämpfen. Im Elfmeterschießen könnte das Glück entscheiden.

Halbfinale

1) Deutschland – Spanien 0:2
2) Niederlande – Frankreich 1:0

Deutschland wird gegen Spanien nicht gewinnen können. Nicht in dieser Verfassung. Zwischen den Niederlande und Frankreich dürfte es Spitz auf Knopf stehen. Dennoch sind die Oranje leicht favorisiert.

Endspiel

Spanien – Niederlande 1:2 n. V.

Dieses Ergebnis sagt mir einfach mein Bauchgefühl. Es gibt dafür keine rationale Erklärung. Aber das ist ja in den meisten Finalspielen großer Turniere so…

Herzlichst,
Euer Fuxi

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