D1 erfüllt das Hallensoll

Einstimmung auf das Spiel

Einstimmung auf das Spiel

Am vierten Spieltag der Qualifikation zur Hallenmeisterschaft gab es nur ein Ziel: Vier Siege. Denn die Gegner an diesem Tag kamen allesamt aus der unteren Tabellenhälfte: Der SV Halstenbek/Rellingen II. war 23. und damit Letzter, Osdorfer Born 21., der Wedeler TSV 14. und ESV Einigkeit 16., während die Mannschaft von Sebastian Günther auf Rang drei lag, nur sechs Punkte hinter Tabellenführer SV Lieth II. und drei hinter dem 1. Norderstedter FC auf Rang zwei. Die ersten beiden Plätze qualifizieren für die Endrunde um den Titel, die Plätze 3 und 4 nur zum Hallenpokal. Beide Titel werden am 21. Februar in Wandsbek ausgetragen. Für den aktuellen E-Mädchen-Hallenmeister gab es also nur eine Devise: 12 Punkte waren Pflicht.

Hannah macht das 3:0 gegen Halstenbek-Rellingen II.

Hannah macht das 3:0 gegen Halstenbek-Rellingen II.

Gleich zum Auftakt waren die HSV-Mädchen gegen die Zweite von Halstenbek-Rellingen an der Reihe. Es wurde eine recht einseitige Partie gegen das Tabellenschlusslicht. Nachdem die Torhüterin den ersten Schuss des HSV noch über das Tor lenken konnte, ging der HSV 1:o in Führung. Einen Konter mit 2-zu-1-Situation schloss Hannah nach Ablage von Wiona erfolgreich ab (3.). Auch am zweiten Tor war Hannah beteiligt. Ihre Hereingabe von rechts lenkte die HR-Torhüterin unglücklich ins eigene Netz (4.). Die Rothosen blieben am Drücker, aber Laura verzog, und danach vergaben Wiona und Hannah jeweils mit Schüssen genau auf die Keeperin (6.). Das 3:0 besorgte erneut Hannah, als sie nach einem Ballverlust des Gegners solo auf das Tor zulief und trocken einschoss (7.). In der nächsten Minute bekam Maya zwei Möglichkeiten, die Führung weiter auszubauen. Erst ließ die Torhüterin eine Hereingabe von Hannah durchrutschen, und Maya traf aus spitzem Winkel den Pfosten, danach rollte Wiona den Ball von links ein, Maya zog direkt ab – wieder Pfosten (8. Minute). Nach einer Doppelchance von Philine und Hannah verflachte das Spiel etwas. In der Schlussminute rettete die Keeperin erneut vor Hannah, aber Maya staubte zum 4:0-Endstand ab. Der HSV war drückend überlegen gewesen und gewann verdient. Halstenbek-Rellingen II. hatte in den 12 Minuten Spielzeit eine Torchance gehabt.

Philine dribbelt gegen eine Gegnerin von Halstenbek-Rellingen II.

Philine dribbelt gegen eine Gegnerin von Halstenbek-Rellingen II.

Spiel zwei war das Aufeinandertreffen der „Nachbarn“ SV Osdorfer Born und Wedeler TSV. Ballbesitz und Chancen waren ziemlich gleich verteilt. Als Osdorfer Born zum Schluss eine Großchance vergab, stand das leistungsgerechte 0:0 fest. Danach gewann der ESV Einigkeit aus Wilhelmsburg gegen den SV Halstenbek-Rellingen II. mit 1:0. Einigkeit war nur mit sechs Mädchen angereist, erspielte sich Vorteile und war gefährlicher. Es haperte nur im Abschluss. Sekunden vor Schluss brachte eine Einzelleistung jedoch den Siegtreffer für den ESV.

Warten auf den nächsten Einsatz

Warten auf den nächsten Einsatz

In ihrer zweiten Begegnung trafen die HSV-Mädchen dann auch Osdorfer Born. Es sollte das „ominöse zweite Spiel“ werden, in dem die Rautenkickerinnen sich nach gutem Start häufig schwer taten. Vielleicht nahmen sie den Gegner zu leicht, denn es wurde eine enge Kiste. In der ersten Minute hatten Maya und Lisa eine Doppelchance, scheiterten jedoch an der Torhüterin. Eine Minute später machte es Maya dann besser, allerdings mit etwas Hilfe, denn ihr Schuss von halbrechts wurde noch von einer Verteidigerin unhaltbar abgefälscht. In der vierten Minute konterte Osdorfer Born, eine Angreiferin lief frei auf das von Svea gehütete Tor zu, die aber parierte zweimal und verhinderte den Ausgleich. Ihre Vorderleute waren etwas zu berechenbar und statisch, entwickelten nicht die spielerische Leichtigkeit des ersten Auftritts. Der SVOB stand tief, machte die Räume um den eigenen Strafraum eng. Hannahs Hereingabe von rechts verpassten in der Mitte gleich zwei HSVerinnen (10.). Nach einem Doppelpass von Wiona und Lisa suchte Wiona wieder ihre Doppelpasspartnerin, doch deren Schuss konnte die Keeperin abwehren (11.). Schließlich setzte sich wieder Hannah rechts durch, passte quer und fand Wiona völlig blank, aber die brachte den Ball aus drei Metern nicht über die Linie, schob rechts vorbei (12.). Der knappe Sieg ging in Ordnung. Der HSV war überlegen, aber nicht überragend, und Osdorfer Born hatte sich gut gegen ein Schützenfest gewehrt.

Jenny im Spiel gegen Osdorfer Born

Jenny im Spiel gegen Osdorfer Born

Im fünften Spiel gewann der Wedeler TSV durch ein frühes Tor in einem ausgeglichenen Spiel gegen den ESV Einigkeit mit 1:0. Mit dem gleichen Ergebnis schlug der SV Osdorfer Born den SV Halstenbek-Rellingen II. Dabei hatten die Blauen viele Möglichkeiten, das Ergebnis klarer zu gestalten, allein mehr als ein Tor wollte ihnen nicht gelingen.

Laura passt an einer Wedelerin vorbei an den Strafraum

Laura passt an einer Wedelerin vorbei an den Strafraum

Für die HSV-Mädchen stand nun das Spiel gegen Wedel auf dem Plan. Wieder erwischten die Rothosen den besseren Start. Maya steckte steil auf Hannah durch, die das Leder mitnahm, mit ihrem Schuss aber nur den Pfosten traf. Den Abpraller wollte Philine versenken, wurde aber geblockt. Aus der Distanz zog Maya dann ab, die Torhüterin hielt sicher (1.). Eine Minute später war es soweit: Hannah traf zum 1:0, und nur eine Minute später besorgte Maya nach einem simplen Eckball von Hannah volley das 2:0 (3.). Es ging im Minutentakt. Philine passte kurz nach rechts, Hannah brachte den Ball vor das Tor, und Maya vollendete erneut zum 3:0 (4.). Wedel stand zu offen, ließ den HSV kombinieren. Das tat der auch. Maya jagte den Ball aus elf Metern mit einem strammen Spannstoß knapp über den Querbalken. Dann versuchte es Philine aus zwölf Metern, die Keeperin wehrte zur Ecke ab (7.). Wedel kam gar nicht ins Spiel. Nach Querpass blockte eine Wedelerin den Schussversuch von Maya, aus der Distanz zielte Lisa vorbei. Wenig später wurde Jenny rechts angespielt und probierte es mit einem Schuss, den die Torhüterin an den Pfosten lenkte und dann sichern konnte (10.). Dann traf Wiona nach Ecke von Philine freistehend die Latte. Immerhin eine genauere Annäherung im Vergleich zur Schlussszene des zweiten Spiels (11.). Sie kombinierten gefällig. Wiona zu Philine, die spielte Jenny frei – rechts vorbei (11.). In den Schlusssekunden fiel dann doch das 4:0, als Philine rechts Jenny einsetzte und ihre verunglückte Hereingabe der Torhüterin in den Kasten durchrutschte (12.). Der Sieg war auch in der Höhe verdient. Drei Spiele, neun Punkte, 9:0 Tore. Sie erfüllten ihr Soll.

Maya hat gegen Wedel die Möglichkeit zum 4:0

Maya hat gegen Wedel die Möglichkeit zum 4:0

Während ihrer letzten Spielpause gab es das knappeste und interessanteste Spiel dieser Gruppe zu sehen: Osdorfer Born gegen ESV Einigkeit. Einigkeit ging recht früh in Führung. Doch Osdorfer Born gelang in der zweiten Spielhälfte der Ausgleich, der erste an diesem Tag überhaupt. Und die Begegnung drohte zu kippen, Osdorf verpasste die eigene Führung. Kurz vor Schluss wurde das Spiel dann doch noch entschieden: Einigkeit machte per Konter das 2:1. Entschieden wurde es allerdings durch Einzelleistungen. Remis hingegen endete die Partie zwischen Wedel und Halstenbek-Rellingen II. Die Wedelerinnen waren überlegen, doch dem SVHR gelang es, ihnen das Toreschießen zu vereiteln, und so holten sie ihren zweiten Punkt in dieser Hallenrunde.

Wiona im Kampf um den Ball gegen eine Spielerin von Einigkeit

Wiona im Kampf um den Ball gegen eine Spielerin von Einigkeit

Es folgte das letzte Spiel dieser Gruppe: HSV gegen Einigkeit. Und bei den Wilhelmsburgerinnen wirkte sich der Personalmangel aus. Vier Spiele mit nur einer Reservespielerin steckt keine Mannschaft so leicht weg, auch wenn sie sich mit zwei Siegen und einer Niederlage bis dahin gut verkauft hatten. Aber die Rothosen machten wieder ein frühes Tor und beendeten damit die Hoffnungen Einigkeits auf einen Punkt nach nicht einmal sechzig Sekunden. Einen Diagonalpass von Jenny ließ Philine passieren, und dahinter traf Wiona – endlich – hoch zum 1:0 ins kurze Eck. Einigkeit versuchte dagegenzuhalten, doch richtige Chancen gab es zunächst nur für den HSV. Nach Zuspiel von Wiona kam Jenny halbrechts frei zum Schuss, zielte nur um Zentimeter am langen Pfosten vorbei (3.). Zwei Minuten später das gleiche Bild, allerdings strich der Ball dieses Mal rechts vorbei. In der 6. Minute schoss Wiona drüber. Dann aber ein Gegenzug über Einigkeits ballstärkste Angreiferin, die Anna-Lena überlief, dann aber an Svea scheiterte. Der HSV konterte mit einem schön und vor allem direkt herausgespielten Tor: Wionas Diagonalpass nahm Jenny mit, legte wieder in die Mitte, und Lisa verwandelte zum 2:0 (7.). Nach dem 3:0 durch Philine, die ein Zuspiel von Hannah von rechts zurück an die Strafraumgrenze verwertete, brach Einigkeit ein. Ihnen ging schlichtweg die Puste aus, und der HSV nutzte das. In der 10. Minute dribbelte Maya ihre Gegenspielerin aus, passte quer, und Philine netzte locker zum 4:0. Philine war es auch, die eine Minute später aus dem Gewühl heraus das 5:0 erzielte. Und Hannah machte das halbe Dutzend voll, als sie Einigkeit am Strafraum mit schnellen Bällen ausspielten. Hannah gab diagonal zu Maya ab, deren Schuss abgeblockt wurde. Aber sie setzte nach und legte Hannah den letzten Treffer auf (12.). Dem Spielverlauf nach ging das Ergebnis auch in der Höhe in Ordnung.

Hannah dribbelt eine Wilhelmsburgerin aus

Hannah dribbelt eine Wilhelmsburgerin aus

So sammelte die Mannschaft von Sebastian Günther alle 12 möglichen Punkte ein und sorgte mit einem Torverhältnis von 15:0 für ein eindeutiges Statement, wo sie hingehören: Zur Endrunde um die Hamburger Hallenmeisterschaft. Auf jeden Fall erhöhten sie den Druck auf Lieth II. und den 1. Norderstedter FC, die am Sonntag gegeneinander antreten mussten. Mit Erfolg: Lieth und Norderstedt trennten sich unentschieden, und so kletterte die D1 auf Platz 1. Allerdings hat Lieth II. ein, Norderstedt zwei Spiele weniger absolviert. Auf jeden Fall haben sie so die Chance auf ein Endspiel am letzten Spieltag gegen Norderstedt offen und die Verfolger Altona 93 und SC Sternschanze I. auf Distanz gehalten – beide ließen Punkte. Das Team von Sebastian Günther hat es praktisch selbst in der Hand, aus den verbleibenden sechs Spielen das Optimale herauszuholen und vielleicht gegen Norderstedt und Altona 93 Schützenhilfe für das zweite Team zu leisten. Und: Sie sind weiterhin neben Wellingsbüttel I. und Reinbek das einzige noch ungeschlagene Team der Hallenmeisterschaftsqualifikation.


Statistik:

Für den HSV I. spielten: Svea – Anna-Lena, Hannah, Maya, Lisa, Wiona, Philine, Jenny, Laura

SV Halstenbek-Rellingen II. – HSV I. 0:4 (Tore: 0:1 Hannah/3., 0:2 Eigentor/4., 0:3 Hannah/7., 0:4 Maya/12.)

HSV I. – SV Osdorfer Born 1:0 (Tor: Maya/2.)

HSV I. – Wedeler TSV 4:0 (Tore: 1:0 Hannah/2., 2:0 Maya/3., 3:0 Maya/4., 4:0 Jenny/12.)

ESV Einigkeit Wilhelmsburg – HSV I. 0:6 (Tore: 0:1 Wiona/1., 0:2 Philine/7., 0:3 Philine/9., 0:4 Philine/10., 0:5 Philine/11., 0:6 Hannah/12.)


Herzlichst,
Euer Fuxi

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