Kantersieg für die 1.C

Alina auf dem Weg zum 13:0. Insgesamt traf sie fünf Mal.

Alina auf dem Weg zum 13:0. Insgesamt traf sie fünf Mal.

Die 1. C-Mädchen des HSV sind locker, leicht und torreich ins Viertelfinale des Hamburger Pokals eingezogen. Dabei gelang es ihnen, die eigene Zweite zu „rächen“, die vergangene Woche in der Liga mit 1:4 bei Germania Schnelsen verloren hatte. Der Tabellendritte der mittelstarken Staffel MC02 bekam dabei eine deutliche Packung auf den Heimweg: Die Partie endete 16:0 für den verlustpunktfreien Primus der starken Meisterschaftsstaffel.

Duell zwischen Nadia (in blau) und Marie. Für Schnelsen gab es kaum ein Durchkommen.

Duell zwischen Nadia (in blau) und Marie. Für Schnelsen gab es kaum ein Durchkommen.

Dabei musste beim HSV eine Stürmerin ins Tor: Janita vertrat Stammkeeperin Tasja zwischen den Pfostem. Die hatte sich am Vortag beim 4:3 in einem Trainingsspiel gegen die 4. Frauenmannschaft verletzt. Doch die Stellvertreterin sollte nach nicht einmal einer Minute schon missmutig werden. Gerade 43 Sekunden waren gespielt, als der Ball erstmals im Schnelsener Kasten zappelte. Larissa F. schob ihn aus 18 Metern Richtung Tor, Germanias Torhüterin Susanna ging gar nicht richtig hin, trat am Leder vorbei, und das kullerte in die Maschen. Kommentar von Janita daraufhin: „Na, das kann ja langweilig werden…“ Und in der Tat war das Spiel schon früh entschieden. Torschützin Larissa F. brachte einen Eckball herein, der vom Pfosten abprallte. Eine Abwehrspielerin spitzelte den Ball zunächst wieder rechts raus, aber im zweiten Versuch zog Larissa F. ihn scharf an den Fünfer, wo Mathilda volley zum 2:0 traf. Da waren gerade vier Minuten vorbei. Und in der sechsten Minute stand es schon 3:0. Innenverteidigerin Jana L. bediente Marilén, die zum Strafraum zog. Nach deren Pass zog Larissa F. aus elf Metern ab, doch Susanna parierte zunächst. Den Abpraller schob die kürzlich für die deutsche U15 gesichtete Alina Witt überlegt ins lange Eck.

Marilén trifft aus der Drehung zum 4:0

Marilén trifft aus der Drehung zum 4:0, Melissa J. kommt zu spät.

Weder mit dem Tempo noch mit dem Engagement konnten die Schnelsenerinnen mithalten. Folglich wechselte der Coach auch direkt nach dem dritten HSV-Tor doppelt aus. Seine Keeperin Susanna konnte erstmals eine Chance in der 12. Minute vereiteln, als sie einen Kopfball nach Ecke von Larissa F. abwehrte und im Nachfassen vor der Linie kontrollieren konnte. Kurz darauf aber bekamen ihre Vorderleute den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Mit Folgen: Larissa F. spielte kurz auf Alina W., und deren Querpass versenkte Marilén aus der Drehung zum 4:0 (14.). Auch dieser Ball schien nicht unhaltbar zu sein. Susanna war zu diesem Zeitpunkt die größte Schwachstelle der Gäste. Das 5:0 folgte nur drei Minuten später, als Alina W. sehenswert auf rechts zu Alexandra spielte und deren Hereingabe über Susanna hinweg ins Gehäuse flog. Und die machte auch das halbe Dutzend voll: Melissa W. verlor den Ball im Zweikampf gegen Alina W., die brachte das Leder herein, und Larissa F. traf mit einem wuchtigen Volley über Susanna hinweg zum 6:0 (18.).

Zweikampf mit nicht ganz legalen Mitteln zwischen Hannah und Michelle

Zweikampf mit nicht ganz legalen Mitteln zwischen Hannah und Michelle

Es spielte nur der HSV. Germania Schnelsen stellte sich keineswegs hinten rein, aber sie prallten mit ihren Konterversuchen immer wieder an der HSV-Abwehr ab, weil die gut stand und ihnen Mittel und Durchsetzungsstärke fehlten. Auch technisch war der HSV überlegen, ließ sich nicht in Bedrängnis bringen, war zudem oft einen Schritt schneller. Die durch die Ausrichtung der Gäste entstandenen Räume konnten die in Blau spielenden Rothosen nutzen, um ihr Spiel aufzuziehen. Besonders effektiv waren die Pässe in die Tiefe nach außen, vor allem über rechts. Nach einem solchen Spielzug setzte Marilén eine Vorlage von Mathilda drüber (19.). Dann überlief Nadine links Michelle und flankte scharf in die Mitte an Susanna vorbei, Marilén netzte volley ins verwaiste Tor – 7:0 (21.). Nun gingen die drei bisher Besten beim HSV raus: Marilén, Larissa F. und Alina, und darunter litt die Effektivität. Bis zur Pause blieb es bei diesem Spielstand, auch wenn der HSV in den 14 Minuten bis dahin noch einige Chancen verzeichnete. So zum Beispiel ein Solo von Jana L. aus der eigenen Hälfte bis knapp vor dem Strafraum, abgeschlossen mit einem Schlenzer knapp rechts daneben (23.). Dann war ein Schuss von Pia nach Doppelpass mit Nadine nicht stramm genug, um Susanna vor Probleme zu stellen (28.). Einen weiteren Abschluss aus der 2. Reihe klärte die Torhüterin zur Ecke. Und auch in der 33. Minute ließ die Keeperin einen Schuss von Nadine aus 19 Metern nicht über die Linie, Katherina klärte schließlich zur Ecke. Und auch die letzte Chance hatte sie, als sie nach Rücklage von Alexandra und einem Haken gegen eine Gegenspielerin aus zwölf Metern drüber zielte (35.). Es war eine klare Angelegenheit.

Verteidigerin Jana L. vernascht Katherina. In Halbzeit zwei spielte sie im Sturm.

Verteidigerin Jana L. vernascht Katherina. In Halbzeit zwei spielte sie im Sturm.

Trotz einiger Umstellungen zum zweiten Durchgang – unter anderem durften Marilén und Larissa F. jetzt in der Innenverteidigung, Jana L. im Sturm ran, begann die zweite Hälfte wie die erste, und es waren nur wenige Sekunden mehr gespielt als beim 1:0. Aus 13 Metern kam Jana L. zum Abschluss und schoss über die Torhüterin hinweg zum 8:0 ein (36.). In den ersten 15 Minuten nach dem Seitenwechsel gab es Chancen fast im Minutentakt. Alina setzte sich links gegen ihre Gegenspielerin durch, ihr Schuss traf aber nur das Außennetz (38.). Zwei Minuten später ging ihr Schlenzer nach Abspiel von Larissa F. rechts vorbei. Doch aller guten Dinge sind drei: Larissa O. passte von links kurz zurück, Alina entledigte sich ihrer Bewacherin mit einer Körpertäuschung und schoss zum 9:0 ins kurze Eck (42.). Danach holte sie sich eine zu weit geratene Flanke von Mathilda auf links und legte für Hannah auf, doch deren Schuss landete bei der Keeperin (43.). Dann war wieder Alina W. selbst dran. Hannah mit dem Pass nach links, Annahme, freier Schuss der angehenden Junioren-Nationalspielerin unter die Latte – es wurde zweistellig (45.). Schnelsen war zu offen, machte es dem HSV simpel.

Jennifer trifft zum 15:0, Melissa J. kommt zu spät

Jennifer trifft zum 15:0, Melissa J. kommt zu spät

Die HSV-Coaches wechselten in der zweiten Halbzeit immer en bloc: Vier raus, vier rein. Natürlich störte das den Spielfluss – vielleicht sogar gewollt, um Schnelsen nicht zu sehr zu demütigen? Nach einem Einwurf passte Jana L. von rechts quer, Henrike versuchte es direkt, rutschte dabei aber ab, und so hatte Susanna keine Probleme. Im direkten Gegenzug hatte Germania seine erste echte Chance, weil der HSV zu weit aufgerückt war. Mit einem langen Ball wurde Melissa J. steil geschickt. Sie war schneller als Pia, aber im Strafraum warf sich Janita ihr entgegen und parierte (48.). Da war die Ersatzkeeperin erstmals wirklich gefordert worden. Ihre Vorderleute schafften Entlastung. Der Ball wurde halblinks raus gepasst auf Alina W., die ging in den Strafraum und sah sich Susanna gegenüber. Und eigentlich war die Chance schon vergeben, doch die Torhüterin griff vorbei, und Alina bedankte sich mit dem 11:0.  Die angehende U15-Nationalspielerin brauchte für ihren Hattrick gerade sechs Minuten, ihr Team für das volle Dutzend insgesamt derer 55: Alina nahm Jennifer links den Ball ab und passte quer auf Jana L. Die spazierte an ihrer Gegenspielerin vorbei und schlenzte erfolgreich ins lange Eck. Tor Nummer 13 folgte nur zwei Minuten später. Pass von Larissa F. auf Alina W., vorbei an zwei Gegenspielerinnen, und den Schuss aus 18 Metern konnte die Torhüterin nicht mehr entscheiden ablenken (57.).

Einleitung der zweiten Germania-Chance durch den Freistoß von Marie an der verdutzten Mauer vorbei

Einleitung der zweiten Germania-Chance durch den Freistoß von Marie an der verdutzten Mauer vorbei

Auch in den letzten elf Minuten gab es wieder Möglichkeiten im Minutentakt. Nadine setzte einen Schuss nach Vorlage von Henrike daneben (59.), kaum besser machte es Nadia auf Pass von Alina in der 60. Minute. Dann war aber Susanna wieder geschlagen, als Hannah rechts kurz zu Pia spielte und die Torhüterin die stramme Hereingabe direkt ins eigene Tor ablenkte. 14:0. In der 63. war Witt mal nur Vorbereiterin: Nach einem Steilpass von ihr traf Jennifer zum 15:0. Weitere Möglichkeiten hatten Henrike nach Vorlage von Nadine, Alina per Schuss und danach per Doppelchance: Pia spielte einen Doppelpass mit Nadine, die wiederum Alina starten sah. Den Abschluss fälschte Susanna ab, und Melissa J. kratzte ihn von der Linie. Die Kugel blieb aber heiß, und nach Hannahs Flanke ging Witts Volley rechts daneben (65.). Aus 17 Metern traf Pia flach den Pfosten. Und plötzlich meldete sich Germania noch einmal. Marie führte einen Freistoß nach links auf den Flügel aus. Vom Strafraumeck versuchte es Jennifer und brachte einen Flachschuss zustande, bei dem Janita im HSV-Tor fast den Schnelsener Ehrentreffer kassierte. Aber im Nachfassen hielt sie die Kugel fest (69.). Die letzte Chance war dem HSV mit dem direkten Konter vorbehalten. Jennifer brachte den Ball von links an den Strafraum, Nadine spitzelte ihn zu Hannah und erhielt ihn gleich zurück. Mit einem trockenen Flachschuss besiegelte sie den Endstand von 16:0. Und so klar waren auch die Stärkeverhältnisse an diesem Tag.


Hamburger SV: Janita – Jennifer H. (15. Jana E. / 57. Hannah), Jana L. (28. Jennifer H. / 57. Nadine), Nadia  (36. Marilén / 62. Alina W.), Mathilda (47. Pia) – Nadine (47. Alexandra / 62. Jana L.), Alina W. (21. Pia / 36. Alina W. / 57. Larissa O.), Hannah (47. Nadia / 62. Jana E.), Alexandra (36. Jana L. / 57. Mathilda) – Marilén (21. Larissa O. / 47. Henrike), Larissa F. (21. Henrike / 36. Larissa F. / 62. Jennifer H.)

 

Germania Schnelsen: Susanna – Laura (15. Katherina), Marijke, Sadie, Melissa J. – Alina S. (7. Ann-Kathrin / 36. Alina S.), Melissa W. (62. Laura), Michelle – Katherina (7. Luisa / 15. Deborah / 36. Marie) – Jennifer S., Marie (27. Laura / 49. Ann-Kathrin)

Schiedsrichter: Rafal Abass

Tore: 1:0 Larissa F. (1.), 2:0 Mathilda (4.), 3:0 Alina W. (6.), 4:0 Marilén (14.), 5:0 Alexandra (17.), 6:0 Larissa F. (18.), 7:0 Marilén (21.), 8:0 Jana L. (36.), 9:0 Alina W. (42.), 10:0 Alina W. (45.), 11:0 Alina W. (48.), 12:0 Jana L. (55.), 13:0 Alina W. (57.), 14:0 Susanna (61., Eigentor), 15:0 Jennifer (63.), 16:0 Nadine (70.)


Herzlichst,
Euer Fuxi

 

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