Es gibt einen Fußballgott

Das ist die Lehre der letzten Qualifikationsspiele. Vor allem in Sachen Ägypten. In der Afrika-Qualifikationsgruppe C musste ein Entscheidungsspiel her, nachdem Ägypten – unter skandalösen Umständen, zu denen sich die FIFA noch immer nicht äußert – das Gruppenrückspiel gegen Algerien 2:0 gewonnen hatte und damit nicht nur punkt- und torgleich war, sondern damit auch den direkten Vergleich als Kriterium ausschaltete. Aber der Fußballgott – ich werde mich nicht zu einem religiös passenden Witz hinreißen lassen – hatte ein Einsehen und sorgte dafür, dass das 1:0 von Anthar Yahia (VfL Bochum) zur WM-Teilnahme Algeriens und zum Ausscheiden der Ägypter reichte. Ich hoffe nur, dass er damit sein Pulver verschossen hat und Sonntag gegen den HSV nicht nachlegt.

Und noch ein weiterer Bochumer schoss ein Tor zur WM: Zlatko Dedic brachte mit einem 1:0-Siegtreffer Slowenien (mit Novakovic und Ex-HSVer Brecko aus Köln) anstelle von Russland nach Südafrika. Und das, obwohl das Team um den Stuttgarter Pavel Pogrebnyak als Favorit und Slowenien als „Kleiner“ galt. Eine Rolle spielte sicherlich auch die Rote Karte für Kerzhakov gegen den slowenischen Keeper – und die Gelb-Rote für Zhirkov in der Schlussphase. Vor Bochum am Sonntag hab ich jetzt Respekt…

Die russischen Nachbarn aus der Ukraine konnten auch nicht triumphieren. Nach 0:0 in Griechenland gewann die Mannschaft von Otto Rehhagel durch ein Tor von Salpingidis – nach toller Vorlage von Samaras (Celtic Glasgow) – mit 1:0. Gekas und Charisteas sind also in Johannesburg dabei, Bayerns Anatoli Tymoshchuk und Andrij Shevchenko mal wieder nicht. Und mit 33 Jahren werden seine Chancen auf eine WM-Teilnahme nicht größer.

Die WM verpasst haben die Bundesliga-Bosnier Sejad Salihovic (flog gegen Portugal vom Platz) und Vedad Ibisevic aus Hoffenheim, Zlatan Bajramovic von Eintracht Frankfurt, Edin Dzeko und Zvjezdan Misimovic (war nicht dabei) aus Wolfsburg. Portugal gewann auch das Auswärtsspiel durch ein Tor von Raul Meireles mit 1:0 und rettete das WM-Ticket von Cristiano Ronaldo.

103 Minuten lang sah es so aus, als würde der Ex-Weltmeister von 1998, Frankreich scheitern können. Robbie Keane zwang die Franzosen durch seinen Treffer in der 33. Minute in die Verlängerung. Aber dann traf William Gallas per Kopf zum 1:1 – nachdem Barcas Thierry Henry durch ein eindeutig absichtliches Handspiel die Chance bekam, ihm den Ball aufzulegen. Der Gallische Hahn kommt nur durch Beschiss weiter – Wortwitz durchaus beabsichtigt.

Nachdem heute Nacht auch das letzte Play-off-Spiel zwischen Uruguay und Costa Rica (Hinspiel: 1:0) gelaufen und der 32. WM-Teilnehmer ermittelt ist, werde ich in den nächsten Tagen mal meine eigene WM-Auslosung vornehmen. Mal sehen, wie diese Prognose aussieht. Die echte findet am 4. Dezember in Kapstadt statt.

Herzlichst,
Euer Fuxi

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