Rundblick (11)

Heute werde ich wieder ein Messer zwischen den Zähnen haben – bildlich gesprochen. Denn die Deutsche Bahn hatte vor zwei Wochen zum HSV-Heimspiel gegen Stuttgart eine reine Weltidee: Sie sorgte an jenem Tag, an dem auch noch das Schanzenfest stattfand, für Gleisarbeiten an der S-Bahn-Station Sternschanze und eine halbseitige Sperrung der Strecke. Das hieß auch: Alle Züge Richtung Stadion gingen über Altona. Und ab Sternschanze gab es nur eine Pendelverbindung dorthin. Das wäre ja noch halbwegs zu verschmerzen, hätte es denn wenigstens eine Verkleinerung des Zugtaktes Richtung Stellingen gegeben und noch dazu flüssige Anschlüsse. Nix von alledem. Berliner Verhältnisse in Hamburg.

Und das Beste kommt zum Schluss: Die gleiche Maßnahme haben sie heute zum Bayern-Spiel wieder! Sind ja auch nur 57.000 Zuschauer in der HSH Nordbank-Arena – und dazu noch 12.000 nebenan in der Color Line Arena zu „Ben Hur live“… Nicht, dass der geneigte Leser jetzt denkt, das sei besonders mit Aufwand verbunden, so ein Gleis zu erneuern. Immerhin konnte sich die Bahn erlauben, am vergangenen Wochenende dort nicht weiterzuarbeiten…

Bleiben wir mal un-sportlich. Bei Spiegel Online fand ich eine Meldung über Romain Grosjean. Der ist Nachfolger von Nelson Piquet jr. im Renault-Cockpit. Und setzte in Singapur seinen Renner an der gleichen Stelle wie sein Vorgänger 2008 mit einem Dreher in die Wand. Als Kopie des Piquet-„Unfalls“. Die Frage, ob die zwölfminütige Trainingsunterbrechung gewollt war, sowie den Hohn und Spott der Journalisten hat er sich jedenfalls verdient.

Jaja, die Autos… Dazu eine Frage: Was ist paradox?

Wenn eine Blondine mit ihrem Corsa in der Warteschlange vor der Autowaschanlage steht – und exzessiv die eigene Scheibenwaschanlage nutzt…

Aber auch ich bin nicht gefeit vor Fehlleistungen. Zum Beispiel sah ich neulich ein Plakat vor einer Schule in einer Tempo-30-Zone. Aufschrift:

SC   HULK INDER

Man lasse die Leerzeichen weg und …

Und dann war da noch die Meldung auf Seite 119 im SAT.1-Videotext mit dem Titel „Frau stirbt an Superinfektion“. Laut Uniklinik Essen (die haben da eine Uni?!?) ist eine 36-jährige Frau an Multiorganversagen gestorben, und nun werde untersucht, ob das H1N1-Virus – zu deutsch: Schweinegrippe – daran beteiligt war. Soweit, so unspektakulär. Beim Lesen der Meldung fragte ich mich allerdings, ob das unter anderem aufgetretene Lungenversagen wohl auch andere Gründe gehabt haben könnte. Immerhin wog die Verstorbene laut Meldung 180 Kilo und war Raucherin… Man weiß es nicht. Noch nicht.

Herzlichst,
Euer Fuxi

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