2. D-Mädchen des HSV schlagen Harburger TB 5:1

Tomke schirmt den Ball gegen Sophie ab

Tomke schirmt den Ball gegen Sophie ab

Guter Auftakt für die 2.D in die Herbstrunde der MD 02: Nach einer starken ersten und einer schwächeren zweiten Halbzeit blieben die ersten drei Punkte der Saison in Ochsenzoll. Die Mädchen bezwangen den Harburger Turnerbund deutlich mit 5:1 und sicherten sich die mit dem SC Sternschanze geteilte Tabellenführung.

Tomke auf dem Weg zur Führung

Tomke auf dem Weg zur Führung

Anscheinend hatten die Rautenkickerinnen bei den Profis gut zugesehen, denn auch sie hatten ein Frühstarter-Gen. Zweimal versuchte es Tomke mit Distanzschüssen, die Harburgs Torhüterin Melanie entschärfen konnte. Dann aber passte Lea im Mittelfeld quer auf Tomke, die mit Ball schneller war als Gegenspielerin Kimberly ohne, und die Nummer 4 des HSV schoss nach vier Minuten hoch ins lange Eck zum 1:0. Damit nicht genug: Tomke spielte rechts ihre Gegenspielerin aus, gab die Kugel herein, und nach kurzer Annahme versenkte Leena zum 2:0. Erst sieben Minuten waren gespielt – das kennt man doch irgend woher…

Leena stört hier früh die Ball führende Harburgerin

Leena stört hier früh die Ball führende Harburgerin

Dann allerdings schickten sie sich sogar an, Vorbild zu werden. Nach Diagonalpass von Lea ließ Tomke Lotta stehen und knipste das 3:0 nach nur zehn Minuten. Es spielte nur eine Mannschaft, das war der HSV. Teilweise gab es die Chancen im Sekundentakt. Erst wurde eine Hereingabe von Leena zum Torschuss, dann probierte es Lea zweimal erfolglos (14.,15.). Immer wieder war die Torhüterin des HTB im Blickpunkt. In der 21. Minute zog Sam den Ball hoch aufs Tor, und Isabel im HTB-Kasten misslang die Abwehr – Ecke. Die brachte Sam herein, nach kurzer Abwehr probierte es Tomke aus dem Hintergrund, aber Isabel versuchte mit den Fäusten zu klären. Den Nachschuss setzte die eingewechselte Janina akrobatisch rechts daneben (21.). Die Rothosen waren technisch drückend überlegen. Und dennoch gab es einige Kritikpunkte. Zu oft waren sie übermäßig ballverliebt und eigensinnig, suchten selbst den Abschluss anstelle der besser postierten Mitspielerin.

Samantha mit einem kraftvollen Einwurf

Samantha, hier mit einem kraftvollen Einwurf, besorgte das 4:0

Kurz vor der Pause war es wieder einmal ein Sprint mit Ball, der den Erfolg brachte. Nach Zuspiel der eingewechselten Julia zog Sam an und kloppte das Leder aus zehn Metern unten links zum 4:0 rein (26.). Aber auf der anderen Seite wurde es auch mal gefährlich. Nach der zweiten Ecke in Folge eierte der Ball durch den Strafraum, wurde kurz rausgeschlagen, aber dann Schoss Sophie aus der Drehung auf das HSV-Tor. Torhüterin Melanie war aber aufmerksam, wie bereits zuvor in einigen Situationen, in denen ihre Vorderleute nicht schnell genug zurück gelaufen waren und so ihr Eingreifen nötig machten. So auch in der 29. Minute, als sie gegen Estelle gerade noch das 4:1 verhindern konnte. Kurz zuvor waren zwei Fernschüsse von Lea pariert worden.

Ausgiebige Halbzeitansprache von Trainer Fred

Ausgiebige Halbzeitansprache von Trainer Fred

Trotz der klaren Führung hatte der HSV-Coach einige Dinge anzusprechen. Vor allem bemängelte es, wie viele unnötige Zweikämpfe seine Spielerinnen bestritten. Zudem schalteten sie bei Ballbesitz für HTB einfach ab, anstatt sich zu orientieren. Dazu kam eine mangelnde Kommunikation auf dem Platz.

Sam zu spät, Melanie guckt hinterher - Lotta mit HTBs Ehrentreffer

Sam zu spät, Melanie guckt hinterher - Lotta mit HTBs Ehrentreffer

Zum zweiten Durchgang wollte er das ändern, indem er eine seiner auffälligsten Offensivkräfte, Tomke, in die Defensive zog. Er sollte schnell einsehen, dass das Ziel, die Stabilisierung der Abwehr zu verbessern, zum gegenteiligen Effekt führte. Denn plötzlich war der HTB offensiv erfolgreich. Vier Minuten war die Partie wieder angepfiffen, da erwischte Estelle mit einem Diagonalpass einen unsortierten HSV auf dem falschen Fuß. Passempfängerin Lotta traf aus der Drehung zum 4:1 (34.). Die Gäste waren nun spielbestimmend, während bei den Rautenträgerinnen nichts mehr zusammen lief. Nur sporadisch zeigten sie sich mal gefährlich. Nach Durchstecken von Alla tauchte Lea vor der in der Pause gewechselten Harburger Keeperin auf, doch die wehrte ab (42.).

Mit Mühe ackerte sich der HSV ins Spiel zurück. Nach Querpass von Lea prüfte Janina die Torhüterin mit der Pieke. Auf der Gegenseite rauschte ein strammer Schuss von Kimberly knapp über den Querbalken (48.). Aber endlich wurde das Heimteam wieder zielstrebiger Herr dieses Spiels. In der 50. Minute gab es gleich drei Chancen. Nach einem Abpraller schoss Janina knapp links vorbei. Den Abstoß eroberten sie wieder zurück, Lea zog ab – Pfosten. Nachschuss Lea, die Keeperin parierte.

Lea vergibt die Großchance zum 5:1

Lea vergibt die Großchance zum 5:1

In der Schlussphase traten wieder die noch zu großen Egoismen zum Vorschein. Lea dribbelte beim Gegenstoß gegen zwei Harburgerinnen, übersah dabei aber die mitgelaufene, inzwischen wieder vorn spielende Tomke, machte es selbst – vorbei (52.). Eine Minute später kam Tomke durch, ihr Schuss wurde abgewehrt, der Nachschuss ging drüber. Und einen 10-Meter-Schuss von Lea fing die Keeperin erst im dritten Nachfassen sicher. Sie wollten das 5:1. dann spielte Janina nach Pass von Tomke Lea frei, doch die vergab kläglich. Kurz darauf traf sie das Außennetz (56.).

Die Einfachen lässt Lea liegen, diesen schwierigen Treffer macht sie

Die Einfachen lässt Lea liegen, diesen schwierigen Treffer macht sie

Inzwischen hätte es allein nach Großchancen schon 9:1 stehen können. Aber erst zwei Minuten vor dem Ende klappte es doch noch. Nach Zuspiel von Janina chippte Lea den Ball aus spitzem Winkel zum 5:1 ins Netz. Ein echter „Cohnismus“: Die Einfachen vergaben sie reihenweise, die Schwierigen gingen rein…

Es war ein verdienter 5:1-Erfolg, doch er ließ viele Ansätze für Verbesserungen erkennen. Gravierend war die Defensivarbeit: Über die gesamte Spielzeit erfolgte die Rückwärtsbewegung nicht schnell genug. Dadurch brachten sie sich unnötig in Schwierigkeiten. Nach vorn fehlte oft das Auge für die besser postierte Mitspielerin und im Abschluss ein Stück Cleverness. Zudem machte Trainer Fred noch konditionelle Nachteile aus. Aber das kann sich alles ändern. Zumal in der Herbstrunde ohnehin nur noch drei Spiele anstehen.

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