In Bewegung (3)

Der zweite Tag der Leichtathletik-WM verlockt zu Phrasen.
„Wer schläft, sündigt nicht.“
„Regenten und Wächter müssen wenig schlafen.“
Oder auch: „Wer hoch fliegt, kann tief fallen.“

Für Letzteres muss man nicht mal hoch fliegen. Das bewies gestern Jelena Isinbaeva aus Russland. Die Stabhochspringerin hatte in der Kabine lange geschlafen, eh sie zum Wettkampf antrat. Bis zur Höhe von 4,75 Metern ließ sie aus. Daran scheiterte sie im ersten Versuch. Daraufhin ließ sie diese Höhe wieder aus und versuchte sich an 4,80 Metern. Eigentlich keine große Nummer, schließlich ist sie Weltrekordhalterin in Freiluft (5,05 Meter) und Halle (5,00 Meter). Aber die 4,80 m riss sie ebenso. Und verlor mit drei ungültigen Versuchen im Finale eine Medaille, die jeder in Stadion und Fernsehen für sicher hielt. Weltmeisterin wurde Anna Rogowska aus Polen mit 4,75 Metern. An dieser Höhe scheiterte auch die Deutsche Silke Spiegelburg, die Vierte wurde.

Aber auch den deutschen Hammerwerfern ging es nicht besser: Platz fünf für Sergej Litvinov, Platz sechs für Markus Esser in einem alles andere als rekordverdächtigen Wettkampf. Wenigstens eins ist sicher: Gedopt waren diese drei nicht.

Ob das auch für Usain Bolt und seinen Fabelweltrekord über 100 Meter Sprint gilt? Keine Ahnung. Es gab da mal einen kanadischen Olympiasieger, nach dessen Weltrekord festgestellt wurde, dass er diese „Leistung“ mit unerlaubten Mitteln erreichte: Ben Johnson. Und der war wahrlich nicht der einzige Leichtathlet…

Immerhin einen deutschen Rekord lief Antje Möldner. Reichte dennoch nur zu Platz neun.

Platz neun wäre für den HSV zu wenig. In einer solchen Situation wird ja gern mal der alte Spruch „Eier – wir brauchen Eier!“ rausgekramt. Dank Hamburger Morgenpost wissen wir: Der neue Mittelfeldregisseur Zé Roberto hat sie zwar noch, schießt nach der Geburt des dritten Kindes aber bewusst nur noch mit Platzpatronen. RESPEKT! Nicht jeder – schon gar nicht Fußballer – würde freiwillig eine Vasektomie zugeben.

Den Trikots nach dürften die Fußballer des VfL Bochum jene nicht mehr brauchen. Und auch das 0:3 gegen Schalke 04 lässt doch gewisse Zweifel offen. Obwohl: Ich will nicht behaupten, die hätten wie Mädchen gespielt. Denn das haben die engagierten Frauen und Mädchen nicht verdient. Schon gar nicht als amtierender Welt- und Europameister. Der EM-Titel wird ab kommenden Montag in Finnland verteidigt.

Herzlichst,
Euer Fuxi

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: