Rundblick (4)

Ich hatte heute Grund zum Lachen. Mehr oder weniger zufällig fand ich unter den Kommentaren zu einem Blog-Eintrag eines Richters, der unter dem Pseudonym „Volker Ballmann“ auftritt („Im Namen des Volkers“), einen Link vor. Dieser verweist auf einen Eintrag im „überschaubare Relevanz“-Blog über ein Urteil des Arbeitsgerichts Detmold von 2007. Das war nämlich in Reimform abgefasst. Wirklich lesenswert!

Hoffentlich wird das HSV-Spiel heute genauso lustig. Gegen den BVB. Die Zweite hat’s ja auch nicht so gebracht. Torlos in Magdeburg.
Gespannt bin ich auf Sonntag. Da spielen die Frauen um 14 Uhr ein Vorbereitungsspiel in Großenaspe gegen Zweitligist Holstein Kiel. Da gibt es dann auch ein Wiedersehen mit den vier Ex-HSVerinnen Tessa Schildt, Jana Leugers, Julia „Theo“ Weigel und Co-Spielertrainerin Stephanie Güldenzoph.

Was müssen meine müden Augen in der WELT lesen? Der Bionade laufen die Käufer weg, weil ein 24er-Kasten mit je 0,33 Liter statt 13 (!) jetzt satte 18 (!!!) Euro kostet. Das macht einen Liter-Preis von sage und schreibe 2,25 Euro! Folge: Nur noch halbe Absatzzahlen.
Meine Alternative seit längerer Zeit: „OnBio“ von Aldi. Gibt es in den Geschmackssorten Holunder-Cranberry, Orange-Ingwer und Ananas-Zitrone. Schmeckt ähnlich, kostet aber im 6er-Pack (0,5 Liter pro Flasche) nur 2,89 €. Das Gute dabei: Der Hersteller ist kein Unbekannter: Die Feldschlösschen-Brauerei aus Braunschweig, zu der auch Tuborg gehört. Eine Zeitlang gab es dieses Bio-Getränk testweise mit schlichtestem Label auch bei Plus – einen Cent teurer als bei Aldi. Auch andere Märkte haben eigene Bionade-Konkurrenten.
Aber Hut ab vor Bionade! Auf eine größer werdende Konkurrenz in wachsendem Markt mit einer mehr als 30-prozentigen Preiserhöhung zu reagieren, zeugt von Husarenmut – oder ökonomischer Dummheit. Das mag jeder für sich selbst beurteilen.

Selbst beurteilen darf man auch die Pläne von Axel-Springer-Verlagschef Mathias Döpfner, Inhalte für Smartphones nach amerikanischem Vorbild nur noch kostenpflichtig anzubieten.
Ich halte das für einen Testballon, um nach und nach alle Inhalte kostenpflichtig anzubieten. Ob der Plan aufgeht, sei dahingestellt. Ich glaube allerdings eher nicht (für den Fall wird schon mit der Lobbyarbeit zur Einrichtung einer Verwertungsgesellschaft gedroht – ich möchte auch mal für’s Nichtstun so bezahlt werden wie die beim ASV es sich offenbar feucht erträumen!). Vor allem, wenn man jammert, heult und immer die gleichen Phrasen auftischt: Vom Internet als rechtsfreiem Raum oder der Kostenlos-Mentalität. Und dabei oft vergisst, dass gerade ein Blatt im ASV nicht gerade zimperlich ist, Urheber- und Verwertungsrechte zu verletzten (Stichwort: StudiVZ) und zu erwarten, dass sie alle im Internet gefundenen Inhalte kostenlos weiterverbreiten dürfen. Sprich: Ein Räuber rügt den Taschendiebstahl.

Was wäre das beste Gegenmittel? Ganz einfach: Zurückschlagen. Was dem Internet fehlt, sind ein paar Webseiten, in denen aufgelistet wird, wann wo welche Online-Version deutscher Zeitungen auf Inhalte aus dem Internet zurückgegriffen haben, ohne dafür Lizenzgebühren zu entrichten. Vielleicht würde der eine oder andere dann ja dort mal nachsehen und die gewerblichen Rechteverletzer dafür kostenpflichtig zur Rechenschaft ziehen. Denn Urheberrechtsverletzungen sind beileibe keine Einbahnstraße, lieber Herr Döpfner!

Herzlichst,
Euer Fuxi

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