HSV 4 schlägt „Welle“

Tanja Thormählen

Neuzugang Tanja Thormählen: Starke Leistung in der Innenverteidigung

Die vierte Mannschaft des HSV startete mit einem Trainingsspiel in die neue Saison. Noch vor dem Trainingsauftakt fuhren sie auf den Grandplatz des Bezirksligisten TSC Wellingsbüttel an den Pfeilshof. Ergänzt wurde sie durch einige Kräfte der Verbandsliga-Mannschaft. So spielte Tanja Thormählen (Foto links) in der Innenverteidigung neben Alina Ogundipe, Cindy Rak im zentralen Mittelfeld. Auf der Position der rechten Verteidigerin kam mit Ann-Christin Lühmann eine Gastspielerin vom Bezirksoberligisten VfL Stade zum Einsatz, die sich nach der Partie zum Wechsel ins HSV-Trikot entschied. Sie lieferte eine mehr als ordentliche Leistung ab.

Cindy Rak im Dreikampf mit zwei Wellingsbüttlerinnen

Cindy Rak im Dreikampf mit zwei Wellingsbüttlerinnen

Das Spiel begann mit einem kleinen Paukenschlag. Cindy Rak spielte rechts raus auf Jaqueline Wolf, die vom TSC Wellingsbüttel zum HSV gekommen war. Deren Hereingabe nahm Patricia Zimmermann volley ab und vollstreckte rechts oben in den Winkel zum frühen 0:1 nach vier Minuten. Es war alles andere als Sommerfußball, was beide Mannschaften ablieferten. Vor allem aber der HSV machte Tempo, versuchte nach Ballgewinnen schnell umzuschalten. Allerdings haperte es an der Gefährlichkeit. Nach elf Minuten verzog Vanessa Plieschke aus 22 Metern. Dann hatte Rak die Chance zu erhöhen, als Verteidigerin Anastasia Rüppel einen langen Ball nach hinten verlängerte. Rak nahm die Kugel direkt, die aber wäre ohnehin vorbei gegangen, wenn Torfrau Kriska Lüben ihn nicht geschnappt hätte (21.). Die Spielgeschwindigkeit war bei 27 Grad und zunehmendem Sonnenschein mehr als beachtlich hoch, vor allem gemessen am Zeitpunkt der Vorbereitung. Nach 23 Minuten war wieder Rak in Schussposition, freigespielt per Heber von Plieschke hinter die Abwehr. Dieses Zusammenspiel passte gut, war aber auch kein Wunder: Beide kannten sich von den B-Mädchen aus der Rückrunde 08/09. Die Möglichkeit versemmelte Rak jedoch durch einen überhasteten Abschluss.

Jana Anger vergibt in der 45. Minute

Jana Anger vergibt in der 45. Minute

Die erste Chance hatte „Welle“ im direkten Gegenzug. Der Schuss von Lena David war aber kein Problem für Sarah Borgwardt, die als gelernte Stürmerin im Tor aushelfen musste und selten gefragt war. Nach einem Dreifachwechsel (Jasmin Collas, Jana Anger und Bianca Kleberc kamen für Anke Retzlaff, Cindy Rak und Vanessa Plieschke ins Spiel) ging ein von Zimmermann aufgelegter Schuss von Anger rechts vorbei. Danach verhinderte Rüppel durch ein Tackling im letzten Moment einen kontrollierten Abschluss von Zimmermann, die von Kleberc freigespielt worden war, und damit auch das 0:2 (34.). Der HSV zeigte nach anfänglichen Schwierigkeiten jetzt schöne Spielzüge. Wolf spielte aus dem Mittelfeld nach rechts zu Collas, und die gab gleich weiter vor den Strafraum in den Lauf von Anger. Die semmelte das Leder allerdings aus acht Metern deutlich drüber. Auf der Gegenseite prüfte Vivian Roth nach Diagonalpass Borgwardt mit einem Flachschuss. Die letzte Chance hatte wieder Anger, als sie nach Freistoßflanke von Collas unbedrängt volley rechts vorbei zielte (45.).

Es war eine gute Partie,  der HSV spielbestimmend, versäumte aber ein klareres Ergebnis. Das Tempo ließ verständlicherweise gegen Ende etwas nach, aber Wellingsbüttel war harmlos. Beiden machten Wärme und Sonne zunehmend zu schaffen. Der ungewohnte Grandplatz störte das HSV-Team jedoch nicht.

Die zweite Halbzeit läutete Kleberc ein, die nach Zuspiel von Jasmin Lüdemann rechts vorbei schoss (50.). In der 61. Minute wurde eine Hereingabe von Anger zum scharfen Schuss, den aber wehrte Lüben ab. Die Torhüterin des TSC Wellingsbüttel brillierte vor allem durch konsequentes Herauslaufen und klärte viele lange Bälle hinter der eigenen Viererkette. Dem HSV fehlte allerdings die spielerische Linie, um dieses „Stilmittel“ zu kontern und noch bessere Chancen herauszuspielen. Doppelpässe an den Schnittstellen der Viererkette anstelle der langen Bälle in die Tiefe wären ein geeignetes Gegenmittel gewesen. So legte „Welle“ zu, ohne große Gefahr zu versprühen. Beim HSV hingegen prüfte die wieder eingewechselte Anke Retzlaff die TSC-Keeperin aus 21 Metern.

Test Welle-HSV4 0:3 - Plieschke trifft, Retzlaff jubelt

Plieschke trifft dank Torwaertfehler zum 0:2, Retzlaff jubelt

In der 72. Minute wurde der erste Teil der Halbzeitvorgabe von Trainer Max Pröbsting, noch zwei Tore zu schießen, dann endlich umgesetzt. Wenn auch glücklich. Wolf legte nach rechts ab zur ebenfalls zurückgetauschten Plieschke. Deren Flanke drehte sich aufs Tor, Lüben verschätzte sich, und der Ball sprang ins lange Eck zum 0:2.  Wellingsbüttel wurde nun noch vehementer, drehte etwas am Härtegrad. Echte Chancen hatten aber nur die Rothosen. Einen eher schwachen Schuss von Rak aus 22 Metern sicherte Lüben erst im Nachfassen (77.). Sieben Minuten vor dem Ende stellte Rak dann aber doch den Endstand her. Retzlaffs Pass in den Strafraum verpasste Zimmermann mitzunehmen. Dahinter kam aber Rak an die Kugel, stoppte sie und zog sie hoch aufs kurze Eck. Lüben war zwar noch dran, das Leder schlug trotzdem ein, und es hieß 0:3. In der Schlussphase hätte „Welle“ noch verkürzen können. Nach einem Eckball von Lena David drosch Tessa Wilken aber deutlich drüber. In der Nachspielzeit hatte andererseits Rak noch das 0:4 auf dem Fuß. Nach Abspiel von Zimmermann schlug sie den Ball hoch von der rechten Seite aufs lange Eck und traf die Latte (90.+2). Dann war Schluss.

Ann-Christin Lühmann

Gastspielerin Ann-Christin Lühmann agierte sachlich und abgeklärt

Es war ein ordentlicher Test, ein gutes Spiel vor allem vom HSV. Wellingsbüttel war über weite Strecken spielerisch unterlegen und kam erst etwas auf, als bei den Rothosen die Kräfte nachließen. Die Vierte des Bundesligisten ließ allerdings ihre Chancen auch meist schon in der Entstehung liegen. Gefallen konnten vor allem Thormählen, die in der Innenverteidigung eine gute Figur bot, ebenso Testspielerin Lühmann und auch Torschützin Cindy Rak, letztere vor allem läuferisch.Vier Wochen vor dem ersten Punktspiel gegen die Zweite von Verbandsliga-Aufsteiger Blau-Weiß Ellas war das ein ausgesprochen gutes Spiel.

Für den HSV spielten:

Sarah Borgwardt – Kristin Rosbander, Tanja Thörmählen, Alina Ogundipe, Ann-Christin Lühmann – Jasmin Lüdemann (64. Jaqueline Wolf / 80. Jana Anger), Vanessa Plieschke (30. Bianca Kleberc / 78. Jasmin Lüdemann), Cindy Rak (30. Jana Anger / 64. Anke Retzlaff), Anke Retzlaff (30. Jasmin Collas / 78. Patricia Zimmermann) – Jaqueline Wolf (44. Cindy Rak), Patricia Zimmermann (64. Vanessa Plieschke)

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