Ich bin ruhelos

Das klingt wie die Vorstellung in einer Selbsthilfegruppe. Irgendwie trifft es das auch. Dieses Blog ist meine Selbsthilfe. Und der zweite Versuch.

Warum der erste scheiterte? Weil die „Kollegen“ von blog.de meinten, ich würde zuviel auf andere Seiten verlinken. Ärgerlicherweise war ich da gerade im Urlaub und konnte abseits jeglichen Internetzugangs nichts dagegen tun. Naja, geschenkt. Neu einstellen werde ich die Inhalte nicht – mangels Kopie. Und mangels Aktualität. Wen interessiert denn noch Paul Biedermann und wonach seine Rekorde riechen? Oder dass vor eineinhalb Wochen hier „Land unter“ war und unsere Straße halb absoff, was ein wundervoll künstlerisches Bild brachte – vielleicht setze ich das nochmal hier rein. Und wen interessiert noch, dass dieses Konstrukt, das sich „Staat“ nennt, mit einer Entscheidung des Bundesverfassungsgericht mal wieder äußerst „beliebt“ machte?

Warum ich ein Blog betreibe? Wie gesagt: Ich bin ruhelos. Nein, nicht in dem Sinne, dass ich ein Workaholic wäre. Das nun wahrlich nicht… 😉 Aber es ist durchaus so, dass ich gern was zu tun habe. Gelangweilt vor dem Fernseher hocken, das ist nicht mein Ding. Wenn er im Hintergrund läuft, okay. Da kriege ich mal was mit – oder eben auch nicht.

Bisher hatte ich eigentlich immer etwas zu tun. Seit 1997 gibt es mich in der „Netzwelt“. Alles fing mit germany.net an. Ein früherer Frankfurter Provider, gegründet von Michaela Merz und Dr. Stephan Hess. Das Besondere war, dass man dort keine Providergebühren zahlte, sondern nur die Einwahlkosten. Und es gab regionale Knotenpunkte, unter anderem einen in meiner Heimatstadt Hamburg, wo man sich dann einwählen konnte. Damals war ja von alternativen Telefonanbietern oder Preselection noch lange nichts in Sicht. Die einzige Einschränkung bestand in einem zu verwendenen Proxyserver, den germany.net betrieb. Für die damalige Zeit war das aber durchaus okay. Und die E-Mail-Adressen erst! 101.xxxxx@germanynet.de (wobei x jeweils eine Ziffer von 0 bis 9 war). Das war schon irre damals. Ich fühlte mich da ziemlich wohl.

Tja, da war die eigene Webseite nur folgerichtig. Das begann 1998. Ich bin großer Fan des HSV, und so betrieb ich auch meine eigene Fanseite. Amateure kamen dazu, Frauenfußball ebenso. Letztlich konzentrierte ich mich auf die Frauen. Der Aufwand war zu groß. Und nach einigem Ärger – auf den ich sicher später noch zu sprechen kommen werde – und durch Änderung der Lebensumstände gab ich meiner Webseite andere Inhalte und Prioritäten. Leider ist die Arbeit daran etwas ins Stocken gekommen – seit 2005… Aber das soll sich ab sofort ändern. Versprochen!

Dem Frauenfußball abgeschworen habe ich natürlich nicht. Ich schrieb bis vor kurzem für die HSV-Frauen-Supporters. Den geschätzten Sven „Sunny“ Kerlin, der diese Seite betrieb und auch viel für den HSV-Frauen- und Mädchenfußball tat, musste allerdings die gleiche Erkenntnis ereilen wie mich: Ehrenamtliche, auch kritische Arbeit wird selten gedankt, und noch mehr sorgen sich die Arrivierten um Einfluss und Ruf. Aber muss nicht jeder, der Mist baut, auch dafür gerade stehen? Wenn Zuschauer mit einer Freikartenwelle „eingekauft“ werden müssen, weil in der ganzen Stadt kein Mensch weiß, wann die Bundesliga-Frauen spielen? Wenn sogar in der HSH Nordbank-Arena im Frauenfußball-Infokasten veraltete Plakate hängen? Wenn die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut?

Ich hab Sunny sehr bewundert für seinen Elan (immerhin war er Koordinator der Helfer rund um die Heimspiele und fuhr zeitweise auch als Betreuer der Bundesliga mit auf Auswärtsspiele!), wenngleich das Ende abzusehen war. Weil es seit Jahren nur schlechter wird. Mit den HSV-Frauen-Supporters ist natürlich auch meine kostenfreie Mitarbeit im Sinne der HSV-Frauen gestorben. Aber nicht meine Arbeit insgesamt. Ich werde auch weiterhin Spielberichte mit Bildern von den Spielen verfassen, und bei 3. und 4. Frauen, sowie den Jugendmannschaften werde ich diese Berichte auch den jeweiligen Seitenbetreibern zur Verfügung stellen. Hauptsächlich schreibe ich aber nun wieder für Fansoccer.de, ein Projekt, das ich zugunsten der Mitarbeit bei den „FS“ sträflichst vernachlässigt habe. Und einige Spielberichte werde ich auch hier veröffentlichen. Warum? Weil ich mir mein Hobby von der HSV-Frauenfußball-Administration nicht kaputt machen lasse. Und weil es mir sonst zu ruhig wird…

Ihr werdet in der Zukunft über mich eine Menge erfahren. Nicht zuviel, aber genug. Ein Blog ohne Persönlichkeit ist kein Blog. Ihr werdet erfahren, was mich antreibt und bewegt. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen!

Herzlichst,
Euer Fuxi

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