Die Nichtversteher bei Spiegel Online

11. Januar 2012

Zunächst will ich mal einen Sachverhalt schildern. Am 2. Juni 2007 sorgte ein dänischer Fan beim EM-Qualifikationsspiel zwischen Dänemark und Schweden beim Stand von 3:3 für einen Spielabbruch, als er aufs Feld rannte und den deutschen Schiedsrichter Herbert Fandel, der gerade in der 88. Minute Christian Poulsen vom Platz gestellt und Strafstoß gegen Dänemark verhängt hatte, tätlich angriff. Fandel brach den Statuten entsprechend ab. Die UEFA wertete das Spiel 3:0 zugunsten von Schweden, verhängte zunächst 61.000 Euro Geldstrafe gegen den dänischen Verband DBU, sowie die Austragung des Spiels gegen Liechtenstein unter Ausschluss der Öffentlichkeit und vier weitere Heimspiele in wenigstens 250 Kilometer Entfernung von Kopenhagen. Später wurde das Urteil dahingehend reduziert, dass nur 30.000 Euro Geldstrafe zu zahlen war und die Entfernung mindestens 140 Kilometer betragen musste, so dass sie zumindest in Aarhus spielen konnten und nicht nach Deutschland, Schweden, Norwegen oder Grönland ausweichen mussten. Der Verursacher wurde im Strafprozess zu 20 Tagen Gefängnis verurteilt. Danach gab es einen Zivilprozess, in dem er zunächst zur Zahlung von 121.000 Euro Schadenersatz an die DBU verurteilt wurde, in der Berufung erhöhte das Gericht die Summe auf knapp 250.000 Euro.

Und jetzt die Frage: Wie viele bei Spiegel Online haben das verstanden?

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Der Glückskeks

2. Januar 2012

Stand Neujahr im Glückskeks:

„Unerwartetes Glück steht Dir ins Haus.“

Wenn ich jetzt aber Glück habe, wie kann es dann unerwartet sein, wenn ich durch diesen Glückskeks unerwartetes Glück erwarten kann?

Die Inflation der Radikalität

11. Dezember 2011

Im Niedersächsischen Landtag gab es unter der Woche einen handfesten Eklat: Bei einer Debatte über Flüchtlingspolitik brandmarkte die migrationspolitische Sprecherin der Grünen, Filiz Polat, die Abschiebepraxis des CDU-geführten Innenministeriums von Law-and-Order-Lautsprecher Uwe Schünemann – der immer dann zu hören ist, wenn es darum geht, Verfassungsbrüche zu fordern, möglichst viele Bundesbürger (potenziell) zu kriminalisieren und sich in maximalem Ausmaß zu blamieren („Killerspiele“-Verbot, präventive Telefonüberwachung, Flugzeugabschuss, Vorratsdatenspeicherung, Websperren gegen Kinderpornografie und eine noch längere Liste politparanoiden Unsinns) – als inhuman und menschenrechtswidrig. Soweit, so normal. Dass die Grünen die Abschiebepraxis der Schwarzen kritisieren, kommt so häufig vor wie der Umstand, dass die Abschiebepraxis der Schwarzen kritikwürdig ist. Und dass diese Kritik an Schünemann und seiner Behörde fundiert ist, kann man sich gerade bei ihm sehr gut vorstellen.

Der Eklat jedoch war ein Zwischenruf aus der Unionsfraktion. Die Abgeordnete Gudrun Pieper sah sich angesichts der Verbalattacke zu einem Kommentar Richtung Polat genötigt, dessen Tragweite sogar in der CDU erkannt wurde und Pieper einen Ordnungsruf nebst Forderungen nach ihrer Mandatsniederlegung einbrachte:

„Am besten hätte man Sie abschieben sollen!“

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Franz Josef Wagner begreift’s nicht

28. November 2011

In seiner aktuellen „Post“ wendet sich Franz Josef Wagner, 66-jähriger Bild-Kolumnist, an die Castor-Demonstranten. Er stellt ihnen Fragen nach dem Warum ihres Tuns – allerdings bezweifle ich sowohl, dass die Demonstranten, die es Polizei und Castor-Transporteuren dieser Tage schwerstmöglich machen, ihm antworten werden, als auch dass er ihre Motive verstehen würde.

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Die Geschichtsvergesser

21. November 2011

Ich liebe ja in gewisser Weise doch dieses großformatige Fischabfalleinwickelpapier aus dem Hause Axel Springer. Würde man BILD abschaffen oder verbieten, würde mir irgend etwas fehlen. Und sei es das Amüsement über kognitive und logische Dissonanzen. Ulrich Becker macht das in einem aktuellen Kommentar ganz deutlich, der da lautet: „Geld drucken löst keine Probleme“. Ach, echt nicht?

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Der PC-Fußball-Dreikampf

5. Oktober 2011

Ich verrate mal wieder etwas über mich: Ich spiele gern Computerspiele. Und ja, ich bin ein Killerspielespieler! Ich gebe es zu, obwohl ich damit pauschal von mindestens 500 wissensfreien Bundestagsabgeordneten und ungefähr 50 Prozent der deutschen Polizisten zum potenziellen Massenmörder abgeurteilt werde. Und Dr. Christian Pfeiffer, den niedersächsichen Chefgedankenverbrechenverboteforderer nicht zu vergessen (bei dessen Nachname zwei bestimmte Buchstaben für mich merkwürdig schwer zu tippen sind…). Natürlich fröne ich meinem gewalttätigen Hobby auch etwas verborgener: Mit diesen unglaublich leicht zu erstehenden und pixelmordenden Fußballgames! Wer schon mal mit seinem Pixelkicker eine Blutgrätsche gegen einen gegnerischen Pixelkicker angesetzt hat, wird wissen, was ich meine. Wobei ich sagen muss, dass da noch was fehlt: Weder EA noch Konami haben bisher die immer wieder stattfindenden Schlägereien, vornehmlich von Amateurplätzen, und Ausschreitungen implementiert. Nachbessern, Freunde der Sonne!

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Pahl … und die Frau aus Krohnkamp (4)

6. September 2011

Kapitel 4

Da fuhr er endlich. Darauf hatte er gewartet. Dafür hatte Jonas seit einer halben Stunde abwechselnd aus dem Fenster und auf die Uhr geguckt. Seine Hausarbeiten waren reine Nebensache. Er brauchte sich auch nicht groß anstrengen. Die Aufgaben fielen ihm leicht. Er war ein „plietscher Junge“, wie es sein Papa immer ausdrückte. Das war er wirklich, und seine Eltern brauchten es ihm nicht erst zu sagen. Schon mit fünf Jahren hatte Jonas aus Zeitungen abgeschrieben und las Mama und Papa am Frühstückstisch die Nachrichten vor. Natürlich las er am liebsten den Sportteil. Vor allem die Nachrichten über den HSV. Seinen HSV.

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Dumme Antwort auf dumme Frage

2. Juli 2011

Filmplakat im Schaufenster einer Videothek: „Woher weißt Du, dass es Liebe ist?“

Ich weiß es einfach.

Ich fühle es.

Ich hab’s im Urin – es kommen nur noch herzförmige Tröpfchen raus…

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte (9)

12. Juni 2011
Küstenwachboot Eschwege

Küstenwachboot Eschwege

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte (8)

11. Juni 2011
Der einsame Reisende

Der einsame Reisende


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